nicht kategorisiert30.06.2005 14:12h

Wenn man in der Früh kaum aus dem Bett kommt, beim ersten Blick in den Spiegel tiefe Augenringe feststellt und man am liebsten wieder zurück ins gemütliche Bett kriechen möchte, weiß mensch ja, dass nachtaktive Fliegen unerwünschte Spielpartner sind.
Wenigstens sorgte der Besuch im Tiroler Landtag für Ausgleich, der eine nette Gelegenheit bot, ein kleines Nickerchen zu machen anstatt dieser langweiligen Sitzung zu folgen.

filmecke29.06.2005 15:13h

(Ein Film von Chan-Wook Park)

Ein paar Worte zum Inhalt:
Oh Dae-su, ein koreanischer Geschäftsmann und Familievater, wird 15 Jahre lang – scheinbar grundlos – in ein Ein-Zimmer-Appartment, das weder Fenster noch irgendwelche anderen Fluchtmöglichkeiten aufweist, sondern lediglich einen Fernseher und ein Bett zum Schlafen besitzt, eingesperrt. Diese Zeitspanne ist natürlich geprägt von Wahnvorstellungen und Aggressionen, aber auch von einer totalen Auswegslosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Nach seiner unerwarteten Freilassungen nach 15 Jahren schwört Oh Dae-su Rache, möchte allerdings auch den Grund für diese Tortur bzw. Gefangenschaft erfragen. Oh Dae-su sucht verzweifelt nach einer Antwort auf seine Frage, um sich endgültig an denen zu Rachen, die ihn seiner Freiheit beraubt haben und am Tod seiner Frau schuldig sind. Letztendlich findet er eine richtig Antwort, jedoch die Antwort auf eine falsch gestellte Frage; die Frage lautet nämlich nicht „Warum hat er ihn 15 Jahre lang eingesperrt?, sondern „Warum hat er ihn nach genau 15 Jahren freigelassen?“ – diese Antwort löst bei Oh Dae-su natürlich blankes Entsetzen aus…

Einer der besten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Die Umsetzung der Story glänzt regelrecht vor Genialität und die Atmosphäre, die im Film geschaffen wird, ist teilweise auch atemberaubend. Manche Gewaltszenen erinnern mich ein bißchen an Clockwork Orange; auch bei Oldboy ist im Hintergrund eine melodische, einschmeichelnde und entspannende Musik zu hören, die den Gewaltakt an sich doch etwas verharmlosen lässt. Interessant ist auch die Tatsache, dass sich Oh Dae-su in 15 Jahren Gefangenschaft durch das Fernsehen intensiv weitergebildet hat; was ja an und für sich ein Widerspruch im Hinblick auf die heutige Zeit ist. „Fernsehen macht dumm“ usw. usf…
Fantastisch sind auch die Zitate bzw. Sprichwörter, die im Film vorkommen: zB nach seiner Freilassung stellt ihm sein anonymer Feind per Handy folgende Frage: „Wie lebt es sich in einem größeren Käfig?“. Bei seiner Suche nach der Antwort stößt er mehrmals auf folgendes Sprichwort: „Egal ob ein Sandkorn oder ein Stein, im Wasser gehen sie beide unter.“
Der Film endet dann mit den Worten von Oh Dae-su: „Lache, und die ganze Welt lacht mit dir – weine und du weinst allein.“

filmecke28.06.2005 21:32h

(Ein Film von Takashi Miike)

Der Film handelt – kurz gesagt – von einem verzweifelten und im Filmgeschäft tätigen Mann names Aoyama, der sich nach dem Tod seiner Frau alleine um seinen Sohn kümmern muss. Nach einer kurzen Genesungspause kommt er langsam wieder zu Kräften, und beschließt in weiterer Folge gemeinsam mit seinem Vorgesetzten die Umsetzung einer neuen (Film-)Idee zu verwirklichen. Mit Hilfe einer sog. Audition soll die am besten geeignete Hauptdarstellerin ausgewählt werden. Allerdings hat diese Audition einen sexistischen Begeschmack: Aoyama soll anhand der Bewerbungen seine neue Traumfrau auswählen, die er auch letztendlich findet. Aoyama kann diese Vorangehensweise nicht gerade mit seinem Gewissen vereinbaren, und malt sich infolgedessen in seinen Täumen verschiedene worst-case-Szenarien aus…

Genial durchdachter Film, der sich von einer eigenartigen Liebeskomödie zu einem abgefahren Psycho-Thriller entwickelt. Fantastisch ist auch, dass der Film nach gut einer Stunde die Seiten wechselt: die Liebeskomödie wird eben zum Psycho-Thriller; Realität leitet über in den Traum (worst case scenario); Sexismus wird zu Feminismus… Eine Frau gegen die Männerdominanz!
Leider hinterlässt der Film bis zu dieser Kippstelle einen eher langweiligen Eindruck, da der Aufbau der Story ein doch etwas langwieriger Prozess ist; dennoch erfolgt dieser Wechsel ziemlich schlagartig. Wenn Traum und Realität eins werden, führt das üblicherweise auch zu unerwarteten Wendungen bzw.Überraschungen; dh. in manchen Szenen würde man sich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen und alles was auch nur im entferntesten mit Audition zu tun hat, vergessen.

berichte28.06.2005 20:58h

In der Ausgabe vom 26. Juni 2005 forderte die Kronen Zeitung (aka. österr. Bild-Zeitung) regelrecht zum Fischessen auf:

Mütter, die Fisch essen, bekommen klügere Babys

Fisch macht Kinder klug. Und sie brauchen ihn nicht einmal selbst zu essen. Es reicht nämlich, wenn die Mutter es tut, während das Baby noch im Bauch ist. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie der Harvard-Universität an 135 Kindern.

Unzählige Allerfresser stürmen nun höchstwahrscheinlich angesichts dieser Studie den Fischmarkt, und lassen uns, dummen Vegetariern/Veganern, folglich eine reichliche Auswahl an herausragender Lektüre zurück… wirklich schade.

music & lyrics28.06.2005 20:34h

Bedauerlicherweise kenne ich Hot Hot Heat erst seit dem Album Elevator, das bekanntlich 2005 veröffentlich wurde; immerhin wurde die Band 1999 in Victoria (Kanada) gegründet. Nichtsdestotrotz arbeite ich mich gerade Album für Album durch und finde v. a. am Make Up The Breakdown-Album gefallen, das einen Hit nach dem anderen liefert.

Elevator ist dem Pop ziemlich nahe; ihre Wurzeln haben die vier Jungs aus Kanada allerdings irgendwo zwischen New Wave und Post Punk, die man natürlich bei den älteren Veröffentlichungen in voller Ladung zu spühren bekommt. Großartig!

HHH sind übrigens beim FM4-Frequency-Festival mit dabei -> Pflichttermin!

nicht kategorisiert28.06.2005 19:53h

Tja, schlußendlich hab ich mich nicht nur zum Bloglesen, sondern auch zum Blogschreiben inspirieren lassen. Hauptargument ist natürlich Zeitvertreib – man möchte die Zeit ja doch irgendwie sinnvoll nutzen.

Passend zur jetzigen Jahreszeit sollte man sich natürlich auch die Frage stellen: „Wie schreibt man Sommer?“ Eine Frage, die nicht nur völlig berechtigt von Schneller Autos Organisation in den Raum geworfen wird, sondern auch eine weitere Frage behandelt, und zwar: Welche Faktoren müss(t)en aufsummiert werden, um schließlich das Ergebnis „Sommer“ zu erhalten?

Wenn man allerdings bedenkt, dass sich viele dabei in irgendwelchen abstrusen (Urlaubs-)Plänen verlieren, die Zeit mit endlosem Gejammere über zu hohen Temperaturen totschlagen oder vor lauter Bierflaschen die Welt und im Besonderen ihr eigenes Leben nicht mehr sehen, wäre es wohl besser man kehrt diesen Unruhen rund um den Sommer den Rücken, zieht sich eine kleine verlassene Hütte zurück und wartet mit voller Spannung auf den Winterbeginn, damit man dann endlich selbst wieder was zum Jammern hat… usw. usf.