lesezeit27.10.2005 16:33h

Was würd’ so gern woanders sein?
Was träumt sich unter Palmen?
Was schnarcht im Stall mit Kuh und Schwein
auf hagelgrauen Almen?

Was ist auf kaltem Fels geborn?
Was glaubt an Stein und Pendel?
Was hustet in sein Alpenhorn
und glaubt, das sei von Händel?

Was kann nicht sagen, wie es heißt?
Was kann ja nicht mal lesen?
Das auf dem Donnerbalken schifft:
das österreicher Wesen.

(Thomas Gsella)

nicht kategorisiert26.10.2005 20:34h

Dreieckssäulen haben die unangenehme Eigenschaft, dass man – unabhängig davon, von welcher Perspektive man diesen geometrischen Körper betrachtet – max. zwei Seitenflächen zu Gesicht bekommt (bezogen auf die Manteloberfläche). Sehr ärgerlich ist das natürlich, wenn diese Seitenflächen mit einer Aufschrift versehen sind. Wenn man mit dem Bus an der Universität Innsbruck vorbeifährt, sticht einem diese Dreickssäule aus Beton, auf dem wiederum ein riesiger Adler platziert ist, förmlich ins Auge. Die Aufschrift „Vaterland“ auf der ersten und „Ehre“ auf der zweiten Seitenoberfläche vertiefen diesen Schmerz natürlich. Meine Neugier veranlasste mich schließlich dazu, auch noch die Aufschrift der dritten Seite zu erforschen – mit Erfolg! Was sich zunächst leicht verschwommen als „Faulheit“ erwies, entpuppte sich letztendlich leider als „Freiheit“… blanker Hohn.

Dann doch lieber in ‚Faulheit‘ suhlen und auf ‚Vaterland‘ und ‚Ehre‘ scheissen… bäh!

nicht kategorisiert24.10.2005 17:44h

Wie seltsam es doch ist, wenn man den United Nations (!) völlig unbewusst im Halbschlaf die Schuld daran gibt, um 05:00 Uhr schweißgebadet und ohne jeglichen Grund von der eigenen Traumwelt in die schnöde Realität zurückgeworfen zu werden…

nicht kategorisiert23.10.2005 16:07h

… zweimonatige Inaktivität rechtfertige ich einfach mal mit einer grauenvollen Entführung meinerseits: der Versuch Deutschlands mich in seine Gesellschaft zu integrieren, konnte ich nach qualvollen zwei Monaten endgültig vereiteln, und befinde mich infolgedessen wieder auf „freien“ Fuße. Kaum in Innsbruck angekommen, stieg in mir die Befürchtung eines weiteren Weltkrieges hoch, als ich ein Heer bestehend aus zahlreichen österr. Soldaten an mir vorbeimarschieren sah, das von einer gigantischen Menschenmasse bejubelt wurde. Aus purer Verzweiflung heraus noch schnell ein paar hochexplosive Sprengsätze montiert, um dem Wahnsinn doch noch irgendwie Einhalt zu gebieten. Letztendlich stellte sich allerdings heraus, dass die Intention dieser Besetzung darin bestand, das Image des österr. Bundesheers aufzupolieren… egal, nur ein toter Soldat ist ein guter Soldat! Hm, diese Aussage ist offenbar genauso zynisch wie „50 Jahre Bundesheer – 50 Jahre Sicherheit“…