manchmal Momente, die man nicht so ganz wahr haben möchte. Und so frage ich mich doch tatsächlich, wie es möglich ist, dass Bernd Eichingers ‚Der Untergang‘ in den Top 250 der IMDb vertreten ist (Platz 41) und quasi zum zweitbesten Geschichtsfilm gekührt wurde. Das gibt doch zu bedenken, vor allem wenn man sich einige Kommentare von Leuten ansieht, die wahrlich der Ansicht sind, in ‚Der Untergang‘ ein neues Meisterwerk entdeckt zu haben („The Best WWII movie ever“). Letztendlich ist dieser Film aber nichts weiter als ein kümmerlicher Versuch, der deutschen und somit auch österreicherischen Bevölkerung den Täter-Status abzuerkennen (von wegen es hätte ja nie eine Zustimmung zum Nationalsozialismus gegeben 1), und ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit zur Aufarbeitung der Vergangenheit und einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Thematik des Zweiten Weltkrieges bzw. des Nationalsozialismus (was auch eine Auseinandersetzung mit der Shoah impliziert, welche im Film nur als Randbemerkung wahrgenommen wird), die sich eben nicht auf die letzten Tage Hitlers reduzieren lässt. Wiglaf Droste hat übrigens in seiner Anmerkung über das Herumhitlern vollkommen recht, wenn er behauptet: „Lieber Gustav Gans als Bruno Ganz, lieber Entenhausen als Deutschland.“

Warum eigentlich das Thema ‚Der Untergang‘ nochmals zum Leben erwecken? Na, weil die Vorfreude auf „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“ (quasi eine Parodie auf Filme wie ‚Der Untergang‘) einfach zu groß ist: „Hitler lebt und erzählt, wie er wirklich war – ein Schwächling, der nur mit Hilfe des Juden Grünbaum nach oben kam.“ (Medienboard Berlin-Brandenburg)

  1. Wie herzlich Hitler empfangen und von der Tiroler Bevölkerung (teilweise mit Tränen in Augen) umjubelt wurde, als er in Innsbruck zu Besuch war…